Eine kleine Geschichte zum Ausspruch von Mr. V. zur fehlenden Meinungsfreiheit in Deutschland! Oder war Kritik am eigenen Standpunkt damit nicht gemeint? Dann einen schönen Karnevalsgruß aus Old Germany. Da ist wenigstens alles erlaubt, was Narren ersinnen.
Eine Ähnlichkeit mit noch lebenden oder verstorbenen Personen wäre wirklich rein zufällig.
Dieser Text ist anfangs noch satirisch verfasst und zum Lachen gedacht, das achte Kapitel ist ernst und sollte jedem, egal welcher Partei er/sie zugeneigt ist, zu Denken geben.
Omarica, the first and beautiful oder Des künftigen Kaisers Sorgen
Nachts bei den Millers Teil 1 Einführung
Der selbsternannte Diktator lag mit goldfarbenem Satinpyjama bekleidet im goldenen Himmelbett seines mit Goldmobiliar ausgestatteten Schlafzimmers. Über seinem blonden Haar kreiste wie üblich eine goldene Corona. Mit tiefem Seufzer blickte er über die Skyline seiner Heimatstadt, die im hellen Mondlicht glänzte und ließ sich von den unzähligen golden funkelnden Sternen am Himmel verzaubern. Er hatte es geschafft. Erneut war er von seinen Untertanen zum Präsidenten des größten und schönsten Staates der Welt gewählt worden. Ihm gehörten nun zwei Flugzeuge, sein eigenes und das des Präsidenten. Dan Miller beschloss, beide mit Goldfarbe anstreichen zu lassen und alle Sitze mit Goldbezügen auszustatten. Die Piloten und Stewardessen sollten goldene Uniformen tragen.
Dan hatte bei der Wahl etwas nachgeholfen, denn er wollte sich nicht wieder mit dem zweiten Platz abspeisen lassen. Alles lief nach Plan, niemand merkte etwas. Er versäumte nicht, ständig seinem Widersacher vorzujammern, dass der ihn um die Wahl betrogen hätte. Dadurch waren Bürger und Presse abgelenkt. Niemand würde ihm zutrauen, was ihm nunmehr mit Hilfe seines weniger gebildeten aber dafür treuergebenen Gefolges gelungen war. Doch Dan wollte mehr als nur die Präsidentschaft.
Er träumte seit langem davon nicht als Diktator zu regieren, sondern als erster Kaiser seines Landes in die Geschichte einzugehen. Schließlich war Brasilien auch einmal ein Kaiserreich gewesen und selbst der verhasste Nachbar Mexiko im Süden wurde einst von einen Vizekönig regiert. Aber aus der ersten Demokratie der Neuzeit eine Monarchie zu machen, war eine Herausforderung. Unendlich viele Gedanken kreisten in seinem genialen Kopf. Dan war nun der Größte der Großen der Welt und diesen Platz wollte er sich von niemand mehr streitig machen lassen. Er musste zunächst an der Vergrößerung seines Imperiums arbeiten, so viel war klar.
Keine Weltmacht ohne Kolonien!
Sein Vorbild und gleichzeitiger Rivale war das zwar flächenmäßig kleine Great Britain, das aber durch das Commonwealth of Nations in unglaublicher Größe und Ruhm erstrahlte.
Es besaß 56 Mitgliedsstaaten, die aus dem britischen Empire hervorgegangen waren. Was für eine big Nation!
In 15 Staaten war der britische König noch immer Staatsoberhaupt, u.a. in Australien und leider auch in dem Land, das Dan am meisten begehrte: Kanada!!
Was besaßen hingegen die großen OMO? (Original Midlands of North Omarica) Ein paar mickrige Inseln in der Karibik und in der Südsee, sowie Liberia in Afrika und eine Forschungsstation in der Antarktis. Wie peinlich war das! Da musste dringend etwas geschehen, dachte der mächtigste Mann der Erde und ersann geniale Pläne, um die Welt nach seinen Vorstellungen neu zu gestalten.
Fortsetzung folgt
Nachts bei den Millers Teil 2 Kolonialpolitik
Dan Miller hatte nach den seiner Meinung nach von den Demokraten gestohlenen Wahlen Zeit genug gehabt, Pläne für die eigene Übernahme der Weltherrschaft zu entwickeln. Kanada und Grönland, die zwar derzeit an einigen Stellen noch mit Eis bedeckt waren, würden mit Hilfe seines exklusiven Bauunternehmens zur „Green Oasis of the North Pole“ umgebaut. Die exotischen Ureinwohner, die auf Grönland (das mal grün war und nicht umsonst so hieß) Inuit genannt wurden und die sich statt mit Pickups und Chevrolets noch mit Hundeschlitten übers Eis bewegten sowie die sprachlich völlig unterentwickelten Kanadier (die verständigten sich teils noch in einer für Dans Begriffe ausgestorbenen Sprache, die Französisch hieß???) wollte er an den Nordpol umsiedeln. Dort dürften sich die Eisbären noch einmal sattessen, bevor sie (die Eisteddys), die für die Ausbeutung der Bodenschätze Grönlands im Weg standen, vom weißen Cowboy abgeschossen und ausgerottet würden, wie einst die Bisons in der amerikanischen Prairie. Mit der Bildung von Reservaten für Eingeborene hatte man in seinem Country langjährige Erfahrung. Man könnte in einem solchen Reservat am Nordpol auch den Weihnachtsmann und dessen Elfen in Schutzhaft nehmen. Für den Osterhasen wäre dort ebenfalls Platz. Dan dachte an alles. Es könnte nämlich ein Fehler werden, den Kindern die Illusion an diesen Phantasiegestalten zu zerstören, denn Dan the first brauchte auch in Zukunft zufriedene Untertanen.
Sodann musste er nur noch den König von England und den König von Dänemark enteignen und vom jeweiligen Thron Kanadas und Grönlands stoßen. Aber das sollte gelingen, waren doch beide auf seine Hilfe im gemeinsamen Militärbündnis angewiesen.
Kaiser Dan würde das schon machen, dachte er schmunzelnd bei sich. Hatte ja beim großen Napoleon auch geklappt. Wer kannte schon Waterloo? Und St. Helena würde er eingemeinden.
Danach wäre Panama dran, damit die Kanaldurchfahrt nichts mehr kostete. Die Förderung von Bodenschätzen bei 40°C Minus auf Grönland war nämlich sehr teuer. Dazu kamen die Gehälter für die Armee, die das Gebiet und die restlichen eingeborenen männlichen Zwangsarbeiter bewachen sollte. Irgendwo musste auch ein Kaiser sparen. Aber er hätte damit zunächst einmal zwei neue Kolonien geschaffen und sein lovely beautiful Country becomes Great again.
Dafür sorgte auch seine erste Amtshandlung mit der Umbenennung des Golfes von Mexico in Golf von Omarica. Dass von dort nach einem Meteoriteneinschlag auf der Halbinsel Yucatan eines der größten Massenaussterben der Erdgeschichte seinen Ursprung genommen hatte, ignorierte Dan. Geschichte war noch nie sein Ding gewesen. So ahnte er auch nicht, dass Namensgeber seines neu geplanten Kaiserreiches ein Italiener namens Americo Vespucci gewesen war. Italiener waren Südeuropäer wie Portugiesen und Spanier, welche einst Mittel-und Südamerika entdeckten und besiedelten und nun von Dan als illegale Einwanderer verhasst aus dem Land gejagt wurden.
Fortsetzung folgt
Nachts bei den Millers Teil 3 Landzuwachs
Dan ging als künftiger Kaiser der OMO seine Probleme cool und nach seinem eigenen Rechtsempfinden mit einer atemberaubenden Philosophie weltmännisch an.
Sein Freund Fürst N. von I. sollte in 4 Jahren 80 Jahre alt werden. Dan brauchte ein passendes Geschenk. Was war angemessener, als ein Apartment an der piekfeinen von seiner Bauunternehmung gestalteten hochmodernen „Riviera della Goza“, mit exklusivem Blick aufs Mittelmeer, eigenem Badestrand und Bootsanleger für die Hochseejacht des besten Freundes? Und Dan hatte noch mehr in petto. Er wollte das kleine Gebiet, welches der nicht immer legal agierende Fürst auf nicht ganz legale Weise komplett zerlegt hatte, weil er die lästigen Bewohner dort loswerden wollte, ganz besitzen. Dass er dabei nicht automatisch auch der Eigentümer wäre, konnte er als Präsident und künftiger Kaiser gerne ignorieren, er würde es machen wie 1954 der russische Präsident Nikita C. mit der Krim an die Ukraine: Goza wird (mit Luxuswohnungen für die Reichen und Schönen versehen) dem Freund Benji zu dessen 80. Geburtstag geschenkt!!
Die Bewohner werden enteignet, umgesiedelt und auf die Nachbarstaaten verteilt. Damit wäre Dan die penetranten Ureinwohner los, die das Land schon vor Christi Geburt besiedelten und später den muslimischen Glauben annahmen. Dass sein Land historisch noch nie einen Fuß auf das Gebiet gesetzt hatte und nur eine einzige ehemalige Kolonie Tausende Meilen entfernt in Afrika besaß, ignorierte Dan, wie könnte es anders sein. Wer sich nicht für Geschichte interessierte, konnte auch getrost das Völkerrecht vernachlässigen.
Somit wäre und blieb Golden Danny, wie er sich selbst zärtlich nannte, der Größte. Ein solches Geschenk war von niemandem zu toppen. Fortsetzung folgt.
Nachts bei den Millers Teil 4 Weiterer Landzuwachs
Doch damit nicht genug. Dans zweit bester Kumpel Vladi, der Schreckliche oder wie er ihn liebevoll rief, Crazy Vlad, wird schon in zwei Jahren 75. Natürlich hatte sich Dans Gattin und First Lady Mel beim abendlichen Kuscheln im goldenen Bett an der Seite ihres goldigen Ehemannes Dan bereits Gedanken über ein passendes Geschenk gemacht. Die resolute Ehefrau war sehr sozial engagiert und konnte es nicht ertragen, dass ihr Mann mit einem Kriegstreiber und Mörder, ja, sie sagte Mörder, befreundet war. Überall auf der Welt litten Frauen und Kinder unter alten machtgierigen Männern, die vor nichts zurückschreckten. Mel Miller wollte das Töten beenden und gab ihrem Dan durch die Blume zu verstehen, dass er sich für den Frieden auf der Welt stark zu machen hatte. Dass Dan dabei maßlos übertreiben würde, ahnte sie noch nicht.
Und Dan war entzückt, als er von der Idee hörte. Er wird die zerstörte Ostukraine für die Großen Originalen Midlands of Omarica in Besitz nehmen, wiederaufbauen und die schönste Wohnung mit Schwimmhalle und eigener Eisbahn mit Blick auf den Don seinem Kumpel Vladi schenken. Doch das war nicht alles. Nein, der Vladi wird per Grundbuch auch Eigentümer des ganzen Gebiets und dank Imperator Dans Macht, (er wurde von seinen Freunden respektvoll Darth Sith-Vada genannt), auch die Krim vollständig zurückerhalten. Ureinwohner, soweit sie arbeitsfähig waren, würden zu Leiharbeitern werden und bauten alles wieder auf, umsonst natürlich, denn sie wollten ja gerne zu Rossland gehören. Und wer die Wahl hat zwischen Zwangsarbeit beim ostukrainischen Minenräumkommando und einer dauerhaft unbeheizten Wohnung in Sibirien bei 50 ° C Minus wählt garantiert das Kleinere Übel. Da war sich Dan the first sicher.
Nun brauchte das Projekt nur noch einen passenden Namen. Dan griff zum goldenen Telefon und rief seine Busenfreundin Blizzy an. Dass es kurz vor zwei Uhr nachts war, interessierte den schönsten und ausdauerndsten Mann der OMO nicht. Sie hatte genug Schweigegeld bekommen, da konnte sie auch Tag und Nacht für ihn erreichbar sein und willig. Dan schmunzelte. Der Sex mit ihr…
Blizzy war wie üblich genervt, forderte mehr Geld, dass er ihr nicht zu geben brauchte, denn als Präsident konnte sie ihn nicht verklagen und er war nicht mehr geneigt, sein Amt noch einmal abzugeben. Ihre Antwort ließ ihn ihr trotzdem großzügig eine weitere Nacht mit ihm in Aussicht stellen: Das Gebiet wird standesgemäß in: „Costa della Eastern Ukraina“ umbenannt.
Am nächsten Morgen wollte Dan schnell ein paar Dekrete unterschreiben und einige doofe Regierungsbeamte rauswerfen. Er würde alle omarikanischen humanitären Hilfen auf der ganzen Welt stornieren und die Beiträge zur Weltgesundheitsorganisation canceln. Mit dem eingesparten Geld konnte er in der Mittagspause zwei hübsche Diamantcolliers kaufen: Eines für sein liebes doofes Eheweib und eines für die vollbusige Geliebte. Er war Kaiser und Präsident des größten Landes der Welt. Alle schauten zu ihm auf und bewunderten ihn. Dan war 78, immer noch potent wie damals mit Siebzehn und wenn alles planmäßig verlief, würde er ewig leben. Dafür hatte er gerade vor ein paar Tagen seine Seele dem Teufel verkauft. Fortsetzung folgt
Nachts bei den Millers Teil 5 Golden Dannys Pakt
Der Kaiser schreckte aus seinen Gedanken auf. Er träumte, dass er in der Hauptstadt an seinem Schreibtisch saß. Er musste diesen unbedingt austauschen lassen. Der Neue sollte doppelt so groß werden, wie Crazy Vlads ovaler Tisch. Dan konnte nicht zulassen, dass irgendwer größeres Mobiliar besaß, wie der Präsident, äh, künftige Kaiser der Originalen Midlands of Northomarica. Warum nur Nord, fiel ihm abrupt ein? Die Phantasie ging mit ihm durch. Southomarica konnte er sich doch auch nehmen, das war nur eine Frage der Zeit. Dan hätte vor Eroberungseifer fast sein goldenes Colaglas mitsamt des köstlichen zuckerhaltigen braunen Inhalts umgestoßen und rief sich zur Ordnung. Das Glas war ein Geschenk des künftigen Königs von Sodi A., einem seiner besten Freunde. Wenn er das teure Teil kaputt machte, könnten Köpfe rollen. Sodische Prinzen waren nicht zimperlich. Dan dachte nach. Er brauchte dringend ein weiteres Geschenk, für ihn, den Satan. Der hatte ihm den Tipp gegeben, den Spies von der verlorenen Wahl umzudrehen und seinerseits die Jahre zu nutzen, damit er die nächste Wahl zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Dans Plan, selbst immer wieder von Wahlbetrug zu sprechen, damit niemand merkte, was er vorhatte, war Luzifers Idee gewesen. Und es hatte geklappt. Den Teufel zum Freund zu haben, war schon etwas Besonderes.
Und Dan wäre nicht der erste vom omarikanischen klerikalen Volk einstimmig gewählte Antichrist, wenn ihm dazu nichts einfallen wollte. Dan sprach selbstsicher über die Bibel, obwohl er den alten Schinken noch nie gelesen hatte. Aber es machte sich gut bei einem großen Teil der Wähler.
Der Teufel brauchte Seelen, die im Höllenfeuer brannten und die Hölle warm hielten. Dan begann zu frohlocken. Yeah, das war mal ein Geschenk! Nichts war leichter als das. Den ersten Flug mit illegalen kriminellen Einwanderern hatte Dan gleich nach der Machtergreifung, ähm, Amtsübernahme nach Kolbien geschickt. Dort war man anfangs von den Neubürgern nicht begeistert, änderte aber sofort die Meinung, als sich die Drogenkartellbosse bei der Regierung meldeten und um Mitarbeiter baten. Man brauchte auf den Drogenfeldern und im Vertrieb stets qualifiziertes Personal und da kämen die kriminellen Illegalen aus den OMO gerade recht. Die waren gut ausgebildet, konnten hervorragend mit Schusswaffen jeglicher Art umgehen und kannten sich auch mit Sprengstoff aus. Natürlich durften sie kommen. Es erwarteten die Abgeschobenen, die sich inzwischen in großer Zahl freiwillig für die kostenlosen Flüge meldeten, ein gutes Einkommen, bestes Arbeitsklima und leichte Jobs. Sie unterschrieben mit dem Arbeitsvertrag gleich ihren Entsorgungsvertrag mit Luzifer.
Fortsetzung folgt
Nachts bei den Millers Teil 6 Dan räumt auf
Den Rest, den die anderen südomarikanischen Länder nicht haben wollten, weil es sich ebenfalls um Kriminelle und Looser handelte, würde er nach Guntonama schicken. Dort könnten sie warten, bis Luzi wieder Nachschub für seine Heizung brauchte. Warum war er nicht früher drauf gekommen, den alten leerstehenden Knast lukrativ zu nutzen? Schließlich lagen seine Wurzeln in Deutschland und die kannten sich mit Lagerverwaltung nun wirklich aus. Wie hieß das damals bei den Juden, Schwulen und Transen noch gleich? Transen, wie eklig. Dan schüttelte sich. Es gab doch tatsächlich Kerle, die sich dem Dienst mit der Waffe dadurch entziehen wollten, dass sie sich als Frauen ausgaben. Pfui Deibel. Sein Opa hatte den Wehrdienst in Deutschland wenigstens noch als Mann verweigert und war deshalb in die OMO ausgewandert. Und jetzt war Dan hier Präsident und schon bald würde er zum Kaiser gekrönt werden. Das konnte schnell gehen, denn er brauchte dazu nur die beiden Königreiche Kanada und Grönland zu erobern. Dann gehörten ihm deren Kronen automatisch.
Schnell wurden noch ein paar Dekrete unterzeichnet und das vor süßen kleinen Mädchen, die später zu süßen Teenagern heranwachsen und richtigen weißen Männern die Köpfe verdrehen würden. Weg mit Schwulen, Lesben, Transen und was es an Gesocks noch so gab. Dan unterschrieb das letzte Dekret, in dem er die Auflösung der LGBTQ Bewegung befahl, die Bezeichnung verbot und die Mitglieder verhaften ließ. Sie würden zu lebenslanger Arbeitshaft auf den Schneefeldern Grönlands verurteilt. Dort arbeiteten sie frei, das wussten schon seine deutschen Vorfahren. Den Rest besorgten die Eisteddys, solange die noch da waren. Ein Gericht brauchte Dan für Inhaftierung, Abschiebung und Zwangsarbeit nicht. Dekrete waren etwas Wunderbares. Er konnte damit ganz allein regieren. Wozu brauchte das Land noch einen Kongress und einen Senat? Die kosteten nur unnützes Geld. Genau wie die dämlichen Verfassungsrichter, die so blöd waren, sich von ihm einsetzen zu lassen, damit er fußleckende Sklaven bekam, die ihm vollkommen untergeben waren. Dan war Kaiser und würde alles regeln, zum Wohl des Volkes und natürlich erstmal zu seinem eigenen Wohl.
Omarica First hieß und bedeutete eigentlich Miller First. Dan wollte die Verfassung per Dekret ändern, nach seiner Kaiserkrönung war er Kaiser von Gottes Gnaden. Niemand konnte ihm irgendetwas. Dann wollte er alle Schmarotzer in den staatlichen Bundesbehörden ‘rauswerfen, wie ihm sein Freund Lonny, die Rakete, riet. Er hatte dem Milliardärs Kumpel Prokura erteilt und Lonny, der zwar mathematisch hoch begabt aber dafür empathisch und sozial unterentwickelt war, ließ sich nicht lumpen. Nach noch keinem Monat Amtszeit des Präsidenten flogen bereits zweidrittel aller Bediensteten aus ihren Behörden und Lonny hatte Zugriff auf die Gehälter und Daten. Ein kurzer Gang zum Klo reichte bei alleinerziehenden Müttern, dass sie bei ihrer Rückkehr keinen Account mehr hatten. Und Lonny war nicht nur ein genialer Raketenerfinder, er war ein noch besserer Atomraketenzerstörer. Hunderte von Mitarbeitern, die die Atombomben warten und pflegen sollten und vor allem aufpassten, dass nicht Schurkenstaaten an waffenfähiges Plutonium kamen, wurden ausgesperrt und gefeuert. Dan übersah die Folgen seines blinden Aktionismus in keiner Weise. Im Gegensatz zu Mel. Die First Lady erhielt Mails und Anrufe empörter Frauen aus dem ganzen Land. Während Dan noch überlegte, wie viele Golfplätze er sich von dem Ersparten kaufen wollte, fasste sie einen weisen Entschluss. Fortsetzung folgt
Nachts bei den Millers Teil 7 Dans Niederlage und Mels Coup
Ihr Mann ersann derweil einen weiteren perfiden Plan: Er wollte die Welt vor den bösen Chinesen warnen, die die Sicherheit des Landes mit ihren lustigen Katzen-und Hundevideos auf der Internetplatform Muschmusch/Wauziwau gefährdeten. Die Chinesen würden Burgerfirmen aufkaufen und mit Katzen und Hundefleisch aus amerikanischen Kleinstädten beliefern. Dann wollte Dan den Verbündeten in Europa Angst vor billigen chinesischen Elektroautos einreden, die mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet waren. Er würde ihnen erzählen, dass der Fahrer solange in seinem Wagen eingeschlossen wird, bis er seine Kontonummer preisgibt. Sodann wählte nicht mehr der Fahrer das Ziel aus, sondern das Auto. (Auto hieß übersetzt nicht umsonst: Selbst.)
Sie werden Dan daraufhin nicht nur die Kronen Kanadas und Grönlands freiwillig übergeben. Auch die Europäer werden vor Angst schlottern und sich ihm unterwerfen. Dan träumte. Da gab es jemanden in Frankreich, den sie Sonnenkönig nannten. Er wollte so schnell wie möglich nach Paris reisen und sich dessen Schloss anschauen. Ein doppelt so großer Nachbau würde seinem Bauunternehmen keinerlei Problem bereiten. Die Frage war nur, wohin mit dem Ding? Mal sehen, dachte er, was Mel davon hielt. Die hatte allerdings ganz andere Pläne, aber davon ahnte Golden Danny zu dem Zeitpunkt nichts.
Er war mit Politik beschäftigt. Mit den Gelben in China, die erst einmal als Bedrohung der Weltordnung herhalten mussten, würde er schon klar kommen. Die wollten Taiwan einnehmen. Dabei ging es dem Chinamann nicht um das kleine Eiland, sondern um die darauf befindlichen Chipfabriken. Vielleicht sollte er Präsident Mi einen Besuch abstatten und ihn ermuntern, ein paar Soldaten nach Taipeh zu schicken. Die legten alles, außer Chipfabriken in Schutt und Asche. Dann käme er, der Große Dan, als Retter Chinas. Er würde das Inselchen einnehmen und für Omarica the beautiful besetzen und besitzen. Fahne drauf, auf die Knie, Gott danken und schwupps, wieder eine Kolonie mehr. Wie damals als die Seefahrer überall hinsegelten. Mi hatte sicher bald runden Geburtstag und das passende Geschenk war gefunden. Dan dachte laut nach. Gott danken war für ihn kein Problem. Er würde einfach seine eigenen Bibelstellen erfinden, dann fiel auch keinem von den klerikalen Fanatikern auf, dass Dan von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte. Dieser Jesus war ein Volltrottel. Wenn einer dich auf die rechte Backe schlägt, dann halt ihm die Linke auch noch hin. Der Typ hatte sie doch nicht alle, dachte er. Nicht mit mir, Dan the first and onlyone.
Was gab es noch zu regeln? Ach, der Timmi, der kleine dicke rotznasige Bengel mit dem Raketenfimmel. Der wollte sich auch vergrößern und hatte ein Auge auf Südkorea geworfen. Gut, sollte er haben. Dan würde ihn überreden ihm dafür seine Atombomben und seine Soldaten zu überlassen. Seine Leute sollten ein paar Verträge ausarbeiten und so formulieren, dass der Dummkopf das Kleingedruckte übersah. Dan würde ihm ein paar Hotels bauen und ein Apartment mit direkter Anbindung und Blick auf die Atomraketen- Abschussbasis schenken. Dann konnte sich der Kleine auf den Mond schießen lassen, wann immer er wollte.
'Mond, das ging doch gar nicht.' Dan atmete durch. "Der gehört uns doch schon. Da war 1969 einer von unseren Jungs oben, der hatte unsere Flagge gehisst. Wie hieß der gleich? Neil! Der hatte gesagt, das wäre nur ein kleiner Schritt für ihn gewesen, aber ein großer für das amerikanische Volk und ihren noch größeren und schöneren Präsidenten Dan Miller in 56 Jahren.“
Dan saß im nächsten Moment vor lauter Liebe und Achtung vor sich selbst und seinem großen Genie senkrecht im Bett.
„Danke, Neil Armstrong. Du hattest schon 1969 die richtigen Visionen. Also nein, der knuffige Rocket-Star kann nicht auf den Mond. Aber ich rufe Lonny an. Der braucht für sein Marsprojekt noch Freiwillige“, sagte er ganz laut zu sich.
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„Dan, höre endlich auf laut zu träumen und mache die Augen zu. Es ist zwei Uhr nachts durch. Ich brauche als künftige Kaiserin von Gesamterde meinen Schönheitsschlaf. Ich kann mein Gesicht nicht ewig unter einem riesigen Hut verstecken.“
„Ja, ok, Darling. Eine letzte Frage habe ich noch:
Wärst du auch meine Frau, wenn ich nicht der größte, schönste, klügste, ausdauerndste und reichste Mann und der beste Liebhaber der Welt wäre?“
„Darling, wo siehst du in diesem protzigen mit Gold überladenen Turm einen Mann und einen halbwegs nutzbaren Liebhaber?“
Mel Miller schmunzelte. Es wurde Zeit, dass die Frauen das Zepter in die Hand nahmen. Alle ihre Freundinnen und auch sie selbst hatten bereits die Konkurrentin ihres Mannes gewählt. Sie hätte eigentlich Präsidentin sein müssen. Mel ahnte, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen war. Woher kamen plötzlich die vielen Stimmen für Dan? Sie hatte sich mit einer Freundin kurzgeschlossen, die ihr im Vertrauen erzählte, dass ein Ort, in dem nur Frauen lebten komplett für die Gegenseite gestimmt hatte. Auf der offiziellen Meldung drehte sich das Geschlechterverhältnis plötzlich zugunsten von Dan. Das konnte natürlich nicht sein.
Mel war dabei die Damen des Landes zu mobilisieren. Es gab mehr Frauen als Männer. Wenn Dan sich zum Kaiser von Amerika krönen lässt, wird sie ihm sanft die Krone aus der Hand nehmen und sich selbst zur absolutistisch regierenden Kaiserin ernennen. Mel war sich sicher, alle Frauen auf der Erde hinter sich zu bringen. Sie würde sofort sämtliche Kriege mit weiblichem Charme beenden, die Kontrahenten von hübschen jungen Frauen bezirzen lassen und aus ihren Regierungssitzen jagen. Alle Kinder und Frauen bekämen kostenloses Essen, Trinken und Gesundheitsversorgung, die Kinder auf der ganzen Erde kostenlosen Schulunterricht. Die Kriegsmaschinerie wird zerlegt, recycelt, umgebaut oder verschrottet.
5% des BIP in den Verteidigungshaushalt einzahlen, pah! Das Geld konnte Frau besser anlegen. Damit würden die Frauen, die überall auf der Welt die Regierung übernehmen sollten, ihre heimischen und die internationalen Sozialsysteme ausbauen.
Mit Mel würde es keine Waffen, keine Atombomben und keine Panzer mehr geben. Die sozialen Medien wären nur noch zum Austausch von Koch-und Backrezepten da und natürlich zum Posten süßer Katzenvideos.
So würde sie zusammen mit den Damen der Welt das erreichen, was ihre unfähigen Männer nie schafften: Frieden auf der ganzen Erde und zwar nachhaltig und dauerhaft!
Fortsetzung folgt
Nachts bei den Millers Teil 8 Buchstabe a) Dans größter Wunsch
Dan hegte seit langem einen Herzenswunsch. Er wollte so gerne den Friedensnobelpreis bekommen. Dafür legte er sich bisher mächtig ins Zeug, leider ohne Erfolg. Aber der schönste und größte aller omarikanischen Präsidenten wäre nicht er selbst, wenn ihn das in irgendeiner Weise stören würde. Ob er dabei die Verbündeten des letzten Jahrhunderts vor den Kopf stößt, interessiert ihn herzlich wenig. Chaos ist Dans Markenzeichen. Leider sind seine Geschichtskenntnisse miserabel und Dan läuft Gefahr, wichtige Feinheiten zu übersehen.
Was war geschehen? Nun, die Costa della Goza wird sich, wenn überhaupt, noch verzögern, weil Dans Kumpel Benji nicht riskieren kann, seine Immunität als Staatspräsident zu verlieren. Er sitzt nämlich mit einer Arschbacke bereits im Knast. Daher muss am Mittelmeer weiter gekämpft werden. Benji sieht sich in der Rolle des Herodes. Allerdings genauso wenig erfolgreich wie dieser. Die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten an die kleinen traumatisierten Jungen in dem total zerstörten und munitionsverseuchten Land zu verbieten und zu hoffen, dass sie alle verhungern, wird nicht reichen.
Es gibt tatsächlich nur zwei Alternativen: Entweder, Benji sorgt dafür, dass die traumatisierten Kinder in Gaza endlich in Frieden und in sauberer Umgebung aufwachsen und in die Schule gehen können—dann hätte er in deren eigenem Staat zumindest die Option darauf, dass sie, wenn sie heranwachsen mit dem Aufbau ihres Landes beschäftigt sind und nicht auf Rache sinnen- oder er bringt sie alle um. Die Betonung liegt dann aber auf „alle“. Sonst wird das nichts, wie Herodes bewiesen hat: Jesus überlebte und mit ihm entstand das Christentum als große Weltreligion. Somit war der Kampf gegen die Hamas sinnlos, die nächsten Kämpfer standen bereits in den Startlöchern.
Teil 8 b)
Das gilt natürlich auch und vor allem für Dans Prestigeobjekt: Die Ukraine.
Dans Bewunderung für seinen best friend Crazy Vlad kannte keine Grenzen. Und Dan überschritt nun auch alle Grenzen, als er seinen Kumpel zum Staatsbesuch nach Alaska einlud.
Ach Danny, warum Alaska?
Nur, weil dein bester Spezel wegen Entführung und Verschleppung von kleinen Kindern international per Haftbefehl gesucht wird? Wessen Idee war bloß diese geheime Militärbasis? Oh, Dan, die hätte geheim bleiben müssen! Und dann lässt du ihn auch noch in dem Auto mitfahren, das dich vor einem Angriff durch i h n schützen soll! Vladi weiß nun alles über euch, seine Spione hatten während des Besuchs Zeit genug das ganze Gelände, die Technik, eure Flugzeuge und alle deine Waffen auszukundschaften und überall über das Netz Trojaner, Viren etc. in eure Anlagen hineinzuschmuggeln.
(Das habt ihr selbst einmal im Iran gemacht und so deren Atomanlagen zerstört.)
Du gibst ihm auch noch die Hand. Woher weißt du eigentlich, dass er nicht kurz vorher im Flieger noch aufm Klo war und sich extra für dich die Hände n i c h t gewaschen hat? Und was noch viel schlimmer ist, wenn er sich kurz vorher mit irgendeiner Krankheit angesteckt hat, kriegst du die jetzt auch!
Aber nun mal der Reihe nach. Geschichte, die du nicht magst!
Alaska war bis ins neunzehnte Jahrhundert Russisch. Es war eine russisch-amerikanische Kolonie. Weil der Unterhalt der Leute zu teuer war, beschloss der russische Zar Alexander, das Land zu verkaufen. Das war 1867. Alexander brauchte auch schon deshalb Geld, weil er den kurz zuvor statt gefundenen Krim Krieg zwischen Russland, Frankreich, England und den Türken verloren hatte, aber er durfte die Krim behalten. Die wurde ganz früher zuerst von den Griechen, dann von den Goten und nach 1547 von russischen Bauern besiedelt, die auf der Flucht vor dem ersten selbsternannten russischen Zaren, dem Moskauer Großfürsten Iwan, dem Schrecklichen, waren.
1654 hatten die Kosaken, das heißt übersetzt „freier Mensch“, am Donbass ein Problem mit dem polnischen König und baten den Enkel Iwans um Hilfe, die der auch gewährte. Allerdings gemeindete der die Kosaken, die das gar nicht wollten, dafür ins russische Reich ein. Der Vertrag von Perejaslav entstand, der gegenseitige Waffenhilfe vorsah. Das Datum wird noch sehr wichtig werden, davon später.
Zunächst fuhr im siebzehnten Jahrhundert eine vierzehnjährige Prinzessin, Sophie von Anhalt, fünf Wochen mit der Kutsche nach Moskau um den Enkel des Zimmermanns Zar Peter, der auch Peter hieß, nämlich der dritte, zu ehelichen. Peter war sechzehn und spielte noch mit Zinnsoldaten, womit die kluge Sophie gar nichts anfangen konnte. Sie heirateten, Peter ging aber nicht mit ihr, sondern mit Mätressen ins Bett und wurde von ihren Liebhabern später umgebracht. Sophie nahm den Namen ihrer Schwiegermutter an und wurde Katharina, die Große. In ihrem Auftrag wurde dann Ende des siebzehnten Jahrhunderts die Krim annektiert.
So schließt sich zunächst der Kreis, nach diesem kleinen Ausflug in die Geschichte. Alexander, Zar von Gottes Gnaden, natürlich von niemandem gewählt, beschloss, nachdem Briten, Türken und Franzosen sich der Krim bemächtigen wollten, sich erstmal Geld zu beschaffen. Er bot Alaska, das ist kein Fake! dem Fürsten von Liechtenstein an, der lächelnd dankend ablehnte. Briten und Franzosen wollten gerne, bekamen es als Kriegsgegner natürlich nicht!
Andrew Jackson, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika tat in weiser Voraussicht das einzig Vernünftige: Er kaufte gegen alle Widerstände im eigenen Land (ausgelutschte Orange) Alaska für läppische 7,2 Mio Dollar- heute 162 Mio dem Zaren ab.
Erst als man am Klondyke Gold fand, wurde Alaska von den Amerikanern als 49. Bundesstaat ins Herz geschlossen.
Man überlege einmal logisch, was geschehen wäre, hätte sich Jackson, der dafür wirklich den höchsten amerikanischen Orden verdient hat- nicht zum Kauf entschlossen. Nun, Alaska wäre jetzt in russischer Hand und hunderte von Atombomben stünden bereit, jede amerikanische Großstadt in Schutt und Asche zu legen.
Das Treffen heute, nahezu zweihundert Jahre nach dem Kauf und dem ersten Krieg um die Krim! kann getrost vor diesem Hintergrund als historisch angesehen werden. Und ist auch deswegen äußerst makaber! Aber davon weiß Du natürlich nichts, denn Geschichte war noch nie deine Stärke.
Wie ging es weiter mit der Krim?
Teil 8 c)
Nun, die Krim blieb russisch, nach dem Mord an Zar Nikolaus und seiner ganzen Familie 1917 kamen dort Lenin und später Stalin an die Macht. Der Kommunismus breitete sich aus und alle jetzt wieder freien östlichen Staaten, wozu auch die Ukraine gehört, wurden Vasallen Moskaus. In Kiew regierte ein junger Mann, dessen Familie aus der Ukraine stammte und der Nikita Chrustschow hieß.
Nach dem zweiten Weltkrieg waren auch die Krim und ihre Hauptstadt Sewastopol völlig zerstört. Hier hatten die Deutschen furchtbar gewütet. In den Höhlen hatten sich neben Soldaten auch Frauen und Kinder versteckt. Die Deutschen fanden die Zugänge, kippten Benzin hinein und zündeten es an. Allein der Gedanke daran, lässt mich in Scham und Abscheu vor meinen Vorfahren erschauern. Nun, Stalin, der Moskau und die UDSSR mit harter und genauso grausamer Hand regierte, forderte von Nikita Leute, die nach Russland kommen sollten, um das Land dort wieder aufzubauen. Nikita lehnte ab. Besann sich der Gulags (Straflager, aus denen keiner wieder lebend herauskam) und sagte ihm die Hilfe zu. Leise sprach er dann für sich die Worte: „Gut, er kriegt die Leute, aber ich kriege dafür die Krim!“ Warum und weshalb ist nur anhand seiner Herkunft zu erahnen.
Die Krim in den Besitz der Ukraine zu bringen wurde für Nikita dieselbe Herzensaufgabe wie hundert Jahre zuvor Andrew Jacksons Bemühungen um Alaska.
Im Jahre 1954 war es soweit. Stalin war zwei Jahre zuvor in die ewigen Jagdgründe eingegangen und Nikita russischer Präsident. Es kam zu den dreihunderten Jahrfeiern des Vertrags russisch-ukrainischer Freundschaft von Perejaslav. Nikita reiste an und schenkte der Ukraine die Krim. Dass er damit den heutigen Konflikt und Krieg auslöste, zwischen seiner Heimat und dem Land dessen Präsident er war, ahnte er nicht. Hätte er gewusst, dass die UDSSR 1991 Geschichte sein würde, hätte er die Geschichte der Krim sicher anders geschrieben. 1954 war die russische Welt in Moskau aber noch in Ordnung.
1991 erkannte Russland die ukrainischen Grenzen und Besitztümer völkerrechtlich an. Im selben Jahr hielt der derzeitige Präsident- Crazy Vlad, Dans best friend- eine ergreifende Rede vor dem deutschen Bundestag: „Der Kalte Krieg ist vorbei!“
Gleichzeitig wurde ein Vertrag geschlossen, der Russland den Zugang und die Nutzung des Hafens von Sewastopol für seine Kriegsschiffe garantierte, dieser lief zu 2017 aus. 2013 ließ Vladi die Krim annektieren. Damals regierte noch eine andere Partei in der Ukraine. Warum er nicht auf seine reichen Oligarchen, die als Kaufleute zu Milliardären geworden waren gehört hat und der Ukraine für das Hafengelände sowie Land zum Bau von Wohnungen, Schulen und Geschäfte der Marinesoldaten ein Kaufangebot gegen kostenlose Gas-und Öllieferungen gemacht hat, ist wahrscheinlich seiner geheimdienstlichen Ausbildung geschuldet. Die Kosten, finanziell, ideell und die imaginären entgangenen Gewinne durch die zahlreichen zu früh aus dem Leben gerissenen gefallenen Soldaten, sind um das zehnfache mindestens jetzt höher. Und die Frage nach dem Friedensnobelpreis wäre angesichts einer umsichtigen und friedensfördernden kaufmännisch orientierten Politik ihres klugen Präsidenten, dem Danny von Kopf und Ausbildung her geistig nie das Wasser reichen wird, bereits beantwortet.
Und das alles für einen Hafen, der in einem großen Binnensee liegt, welcher durch ein einziges schweres Erdbeben in Istanbul und dem Zusammenbruch des Bosporus kein Kriegshafen mehr sein wird, sondern allenfalls zum Sportboothafen taugt.
Auch den Landweg hätte man mit einem Kaufvertrag besiegeln können: Eine breite Autobahn von Russland zur Krim, achtspurig (zwei Spuren für Zivilfahrzeuge, zwei für das Militär) und eine zweigleisige Eisenbahnlinie daneben, mit Brücken Unterführungen und Bedarfsöffnungen versehen, an den Seiten durch Sichtschutz verblendet, ggfs auch mit einem hohen Dach versehen. Untertunneln wäre auch möglich gewesen. Die Ukraine brauchte Geld und wäre über Gas und Öl, das sie frei verkaufen kann, sicher sehr glücklich gewesen. In Deutschland und Europa gäbe es keine Heizungsgesetze und alle Gasheizungsbesitzer hätten aufatmen können.
Stattdessen sterben auf beiden Seiten Menschen, Europa rüstet auf, wie nicht einmal während des kalten Krieges, weil es Angst davor hat, von einem 73jährigen! der anscheinend selbst Angst vor der Pensionierung hat und seine Memoiren nicht schreiben will, als Sklaven gehalten zu werden.
Als zwischen dem achten und zwölften Jahrhundert Menschen aus dem Norden über die Ostsee ruderten (Rus heißt rudern) und das heutige Nordrussland besiedelten entstanden als älteste Siedlung das Kiewer Rus, dann das Großfürstentum Moskau und Belarus, zusammen drei Völker desselben Ursprungs. Trotzdem: Ukrainisch und Russisch unterscheiden sich inzwischen, die Kultur unterscheidet sich.
Die Ukraine will sich selbst regieren und eigene Entscheidungen treffen. Das wollen die Völker der beiden anderen Staaten auch. Sie werden durch zwei verbohrte und verkalkte alte Männer, die den Zenit ihres Lebens und Liebens längst überschritten haben, daran gehindert. Beten wir alle für die Freiheit der drei Rus- Völker.
Nachts bei den Millers Dans Fehleinschätzung und Unwissenheit Teil 9
Der derzeitige Präsident Russlands denkt mit Wehmut an die 70er Jahre, als er in der DDR stationiert war. Deutsches Bier, auch wenn die DDR selbst nicht annähernd an den Luxus des Westens zur selben Zeit heranreichen konnte, gefiel ihm. Den Sowjetbürgern ging es in der armen DDR immer noch wirtschaftlich besser als zuhause in Russland. Welchen Schock mussten sie erleben, als 1989 die Grenze fiel?
Nun, Crazy Vlad ist natürlich alles andere als crazy. Er weiß um die Gefahr eines Erdbebens und des Verlusts seines Kriegshafens auf der Krim. In Kaliningrad, dem deutschen Königsberg, hat er einen zweiten errichtet. Was ihm fehlt, ist der Landzugang. Natürlich wird er sich nicht an Litauen mit einem Kaufangebot für eine selbstzubauende Straße richten. Solange der gute Freund Dans, Lukaschenko noch in Belarus residieren kann, ist ein Teil der Durchfahrt gesichert. Anstatt den Diktator dort zu hofieren, sollte Dan die Opposition des Landes stärken. Ohne Belarus und seinen willfährigen Präsidenten wird sich Vlads Weltzurückeroberungsplan nämlich schwerer umsetzen lassen.
Übrigens hat wohl China unserem großspurigen goldenen Danny versprochen, nicht in Taiwan einzumarschieren, solange er Präsident ist. Dass hat Otto der Große im zehnten Jahrhundert ähnlich dem Halberstadter Bischoff zugesagt: Er wollte das Erzbistum Magdeburg nicht vor dessen Tod gründen. Nun, die Geschichte zeigt uns, dass der Bischoff von Halberstadt und der Bischoff von Mainz, der auch gegen die Einrichtung des Bistums Magdeburg war, beide! ein paar Monate nach diesem Versprechen verstarben—ohne ersichtlichen Grund. Ein Schelm, wer jetzt Böses denkt, Giftmorde waren damals die übliche Weise sich seiner Widersacher zu entledigen.
Unser Danny hat etwas sehr Wichtiges gar nicht auf der Rechnung: Nämlich, dass er dem Kumpel Vladi einen besonderen Tipp gegeben hat.
Auch Vladi will sein Land Great again machen. Er will alles zurück, was einmal der Imperialmacht Russland vor dem tragischen Jahr 1991 gehörte.
Angefangen hat er mit der Krim und dem Donbass. Es wird mit den Baltischen Staaten weitergehen, die haben nicht umsonst schlaflose Nächte. Mit ihnen zittert Polen und auch die Tschechei. Einzig Ungarn und die Slowakei sind außen vor, die lieben Vladi.
Wenn er seine Reconquista abgeschlossen hat, setzt Vladi zum nächsten Coup an. Das deutsche Volk der DDR will nämlich heim ins „russische“ Reich. Deshalb wählt man dort bereits AFD.
Mein Vorschlag: Geben wir Vladi, was er begehrt. Die Semper Oper bauen wir in Hamburg wieder auf, das Baumaßnahmen lange dauern, sind wir in Deutschland gewohnt. Die Mauer baut Danny, damit er sieht, wie so etwas funktioniert. Ohne Minenfelder und Schießbefehl wird das in Mexiko und Texas nämlich nichts.
Für die Ostdeutschen geht dann ein Herzenswunsch in Erfüllung: Endlich wieder weg vom Westen. Und endlich einen Grund, auf den imperialen Westen zu schimpfen. Arbeit, Rente, Krankenversicherung wird wieder wie im Arbeiter-und Bauernstaat. Und Vladi ist auch erstmal glücklich. Damit ist Russia zunächst Great again.
Und es becomes noch greater. Vladi hat sich die Militäranlagen Alaskas genauestens angesehen und beginnt jetzt bereits mit Rückeroberungsplänen.
Oh, Danny, oder real Donald! Weißt du eigentlich, was du anrichtest?
You are on the way to lead your big free country into Russian and Chinese‘ slavery!
They are together with North Corea- your best friend the rocket boy-, allies !!!
Du träumst von Kanada, Panama und Grönland und Vladi träumt von der Ukraine, dem Donbass, Litauen, Dresden und der DDR plus … A l a s k a !